Deutsche Aluminiumindustrie: Sorgen halten an
Die deutsche Aluminiumindustrie befindet sich weiterhin unter erheblichem Druck. AD-Präsident Rob van Gils: Neue Bundesregierung muss jetzt zügig liefern.
Die deutsche Aluminiumindustrie befindet sich weiterhin unter erheblichem Druck. AD-Präsident Rob van Gils: Neue Bundesregierung muss jetzt zügig liefern.
Die europäischen Dachorganisationen der Stahl- und Aluminiumindustrie haben kurz vor Weihnachten „sofortige und effektive Maßnahmen gegen Schrottverluste in Europa“ in einem an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und weitere Mitglieder der Kommission gerichteten Schreiben gefordert. Sie beschreiben darin die Ausfuhr von Schrotten aus der EU in Drittländer als „im Wesentlichen Exporte von Energie und wertvollen Rohstoffen“ aus einem Kontinent, dem es an beidem mangele.
Die GUTMANN Gruppe teilt den bevorstehenden Verkauf der GUTMANN GmbH in Weißenburg, an die Corialis Gruppe mit. Der Verkauf umfasst die europäischen Aktivitäten der des Aluminiumverarbeiters. Die internationalen Markenrechte verbleiben nach Angaben des Unternehmens noch bei den bisherigen Eigentümern.
Zum ersten Mal berichtet der weltweite Aluminiumsektor, dass seine gesamten Treibhausgasemissionen gesunken sind, während die Produktion gestiegen ist. Das International Aluminium Institute (IAI) stellt fest, dass die CO2e-Emissionen des Sektors von 1,13 auf 1,11 Tonnen gesunken sind, während die Produktion um 3,9 % von 104,1 auf 108,2 Millionen Tonnen gestiegen ist.
Im Rahmen der zunehmenden Elektrifizierung, Automatisierung und Urbanisierung wird eine verstärkte Nachfrage nach Aluminium in den kommenden Jahrzehnten erwartet. Infolgedessen wird sich die Branche mit der anhaltenden Herausforderung auseinandersetzen müssen, die wachsende Produktion von den Treibhausgasemissionen zu entkoppeln. Auf der COP28 in Dubai trafen sich viele Vertreter aus der Aluminiumindustrie, um am Start einer Reihe von Schlüsselinitiativen teilzunehmen, um sich mit den anstehenden Herausforderungen auseinanderzusetzen.
Das Umschmelzen von Aluminium zu neuen Produkten ist ein energieintensiver Prozess, der extrem hohe Temperaturen erfordert. Ohne fossile Energien – Erdgas – ist dieser Prozessschritt kaum zu bewerkstelligen. Eine neue Plasmatechnologie soll jetzt die Elektrifizierung des Prozesses ermöglichen.
Die exportorientierte Schweizer Aluminiumindustrie wurde in der zweiten Jahreshälfte 2023 von der konjunkturellen Abkühlung in ihren wichtigen europäischen Absatzmärkten beeinträchtigt. So sorgte unter anderem die Krise der Automobilindustrie in Deutschland und Frankreich für erhebliche Einbußen. Gesamthaft betrachtet ging die Produktion der Schweizer Walz- und Presswerke um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück.