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EU plant verbindlichen Circular Economy Act – Entwurf zeitnah erwartet

Die EU-Kommission bereitet einen Circular Economy Act vor, der die Kreislaufwirtschaft erstmals rechtlich verbindlich verankern soll. Ein erster Entwurf wird im Herbst 2026 erwartet. Ziel ist eine Verdopplung der EU-Kreislaufquote von 12,2 auf 24 Prozent bis 2030 samt digitalen Produktpässen.

Ein Meilenstein in der Kreislaufwirtschaft für Aluminium

Dort, wo früher Primäraluminium hergestellt wurde, schlägt heute das Herz der Kreislaufwirtschaft: Speira hat im Rheinwerk einen neuen Recyclingofen für Getränkedosen eingeweiht. Den „Buzzer“, der den offiziellen Start der Anlage markierte, drückten die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, die Landrätin des Rhein-Kreises Neuss, Katharina Reinhold, und der Bürgermeister von Neuss, Reiner Breuer, gemeinsam mit dem Speira-Team.

Deutschlands nächste große Perspektive im Aluminiumrecycling liegt in 600 kt Solar-PV-Abfällen

Deutschland ist auf dem besten Weg, bis 2030 über 600.000 Tonnen Solar-PV-Abfälle zu erzeugen, was eine große Verwertungsmöglichkeit für Aluminium und Silber darstellt. Eine neue Studie des Fraunhofer-Zentrums für Silizium-Photovoltaik (CSP) beleuchtet den ungefähren Rohstoffwert, der in den im Land installierten Solaranlagen gebunden ist. Gleichzeitig identifiziert sie eine zentrale Herausforderung für die effiziente Rückgewinnung des darin gebundenen Aluminiums und Silbers.

Neuer Standort stärkt Kreislaufwirtschaft und Rohstoffversorgung der Aluminiumindustrie

Die TRIMET Aluminium SE hat in Hamm ihren neuen Standort für die Aufbereitung und Sortierung von Aluminiumschrotten offiziell eröffnet. Mit der Investition erweitert der Aluminiumspezialist seine Recyclingkompetenz und integriert wichtige Arbeitsschritte der Kreislaufwirtschaft in das eigene Unternehmen. Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, nahm im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft die hochmoderne Sortieranlage in Betrieb.

Fenstermarkt in Westeuropa erreicht Wendepunkt

Nach drei aufeinanderfolgenden Jahren mit rückläufigem Absatz zeichnet sich 2026 eine vorsichtige Trendwende am westeuropäischen Fenstermarkt ab. Das Absatzvolumen wird voraussichtlich um 1,2 % zulegen. Von einer vollständigen Erholung ist der Markt jedoch noch ein gutes Stück entfernt: Das Vorkrisenniveau ist vielerorts noch nicht erreicht und die Entwicklung verläuft innerhalb Westeuropas zunehmend unterschiedlich.

Aluminium-Recycling in Europa: Rekordquoten treffen auf Rohstoffnot

Aluminiums einzigartige Verbindung von Leichtigkeit und Langlebigkeit macht es zu einem wichtigen Bestandteil für Fahrzeugbau, Bauwesen, aber auch Defence. Gleichzeitig liegt seine allgemeine End-of-Life-Recyclingfähigkeit zwischen 90-95%. Ein Blick auf die tatsächliche Recyclingquote sowie die Ausfuhrzahlen von recyclebarem Aluminium zeigt aber, dass der Weg zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft in Europa noch nicht zurückgelegt ist.

Constellium könnte den Ausbau des Aluminiumrecyclings in der EU stoppen, da sich die Schrottknappheit verschärft

Die Pläne von Constellium, das Aluminiumrecycling in der Europäischen Union auszuweiten, könnten auf Eis gelegt werden, sollte es der Region nicht gelingen, ausreichend Aluminiumschrott zu beschaffen, da Exporte in Überseemärkte zu einer Rohstoffknappheit für europäische Hersteller beitragen. Das Unternehmen überprüft derzeit Aluminiumrecyclingprojekte in seinen Geschäftsbereichen Verpackung, Automobil und Luft- und Raumfahrt.

Exportbeschränkungen für Metallschrott: Offene Märkte statt Handelsbarrieren

Noch im Herbst 2026 will die EU-Kommission Exportzölle auf Aluminium- und Kupferschrott vorschlagen. Weitere Maßnahmen, etwa für Batterien, könnten folgen. Die DIHK sieht darin erhebliche Risiken für Lieferketten, Recyclingwirtschaft und den internationalen Handel. In einem Impulspapier macht sie deutlich, unter welchen Bedingungen Beschränkungen allenfalls vertretbar wären und wie eine zukunftsfähige europäische Rohstoffpolitik stattdessen aussehen sollte.

ECHO-Nachhaltigkeitssymposium an der Universität des Saarlandes diskutiert Kreislaufwirtschaft

Im Rahmen der UniGR‑ECHO‑Reihe lädt die Universität des Saarlandes am 14. und 15. September 2026 zum wissenschaftlichen Symposium „ECHO 2026 – Sustainability and the Circular Future with UniGR‑CIRKLA“ ein. Das Themenspektrum ist breit gefächert, neben technischen und wirtschaftlichen Aspekten einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft werden auch die rechtliche und soziale Dimension beleuchtet.

Gezielte Konsultation: EU-Maßnahme für Aluminiumschrott – Fragebogen für Interessengruppen

Die Sicherstellung der Verfügbarkeit von Aluminiumschrott auf dem EU-Markt ist von entscheidender Bedeutung für das Dekarbonisierungsziel der EU, den ökologischen Wandel und die Gewährleistung ihrer strategischen Autonomie.

Zu diesem Zweck beabsichtigt die EU, ein neues Instrument zu schaffen, um die Abwanderung von Aluminiumschrott aus Europa zu verhindern. Darüber hinaus kündigte die Kommission am 3. Dezember im Rahmen des REsourceEu-Aktionsplans an, bis zum zweiten Quartal 2026 gezielte Maßnahmen für Aluminiumschrott vorzuschlagen.