Schlagwortarchiv für: Bausektor

QUALITÄTSGESICHERTE SEKUNDÄRBAUSTOFFE SIND ROHSTOFFE DER ZUKUNFT

Die Bauwirtschaft wird in Zukunft am Einsatz ressourcen-, flächen-, energie- und umweltschonender Sekundärbaustoffe nicht mehr vorbeikommen. Diese Botschaft nahmen die rund 100 Akteure aus der Bau- und Recyclingwirtschaft, aus Planungsbüros sowie der Bau-, Naturschutz- und Umweltverwaltung am 22. Februar auf dem Ostbayerischen Recyclingbaustoff-Aufschlag des Baustoff Recycling Bayern e.V. und des BUND Naturschutz in Bayern e.V. in Straubing mit.

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NEW LIFE-Umfrage: Architektur und Stadtplanung setzen auf Nachhaltigkeit und Recyclingprodukte

Bei der nachhaltigen Stadtplanung spielt der Einsatz klimafreundlicher Baustoffe und Recyclingmaterialien nach einer aktuellen NEW LIFE-Umfrage eine entscheidende Rolle. Mehr als 80 Prozent der befragten Architekt:innen und Stadtplaner:innen haben bereits Recyclingprodukte in Städtebauprojekten eingesetzt – überwiegend für Wege, Terrassen, Abdeckungen und Fallschutzböden auf Kinderspielplätzen.

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Keine Fortschritte beim Rezyklateinsatz: Weltweit stammen nur sieben Prozent der Rohstoffe aus dem Recycling

Aller Initiativen für mehr Kreislaufwirtschaft zum Trotz nimmt der Anteil der aus dem Recycling stammenden Rohstoffe weltweit nicht zu. Lediglich 7,2 Prozent der insgesamt verbrauchten Materialien waren im letzten Jahr Sekundärrohstoffe. Zu diesem Ergebnis kommen die Non-Profit-Organisation Circle Economy sowie die Unternehmensberatung Deloitte in ihrem vorgestellten „Circularity Gap Report 2024“.

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Digitaler DGNB Jahreskongress 2024

­Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. veranstaltet am 27. und 28. Februar 2024 zum dritten Mal ihren digitalen Jahreskongress. Auch in diesem Jahr bietet der Kongress wieder eine breite Palette von Themen, die über den üblichen Fachdiskurs im Bereich des nachhaltigen Bauens hinausgehen.

Hier gibt es weitere Informationen zu der Veranstaltung

Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Argument

In der „A|U|F” haben sich Systemhäuser, Metallbauer, Bauelementehändler, Abbruchunternehmen, Architekten und Planer zusammengeschlossen, um Aluminiumreste zu sammeln und sie in einem geschlossenen Kreislauf auf gleichem Niveau der erneuten Verwendung zuzuführen. Aus den Aluminium-Türen oder Fenster- und Fassadenprofilen werden wieder Türen, Fenster und Fassaden. Wir sprachen mit dem AUF-Vorstandsvorsitzenden Thomas Lauritzen über den Recyclingprozess.

Wie ist der aktuelle Stand beim Aluminium-Recycling in der Bauwirtschaft allgemein und welchen Anteil daran hat AUF?

Über die Recyclinginitiative AUF werden über 60 Prozent der in Deutschland anfallenden Aluminiumschrotte aus dem Baubereich einem geschlossenen Wertstoffkreislauf zugeführt. Im Jahr 2021 betrug die angefallene und entsorgte Aluminiumschrottmenge aus dem Hochbaubereich in Deutschland mehr als 125.000 Tonnen. Davon wurden 76.183 Tonnen über den AUF erfasst und zertifiziert. Die Zahlen für 2022 werden zurzeit ermittelt und liegen wahrscheinlich im 1.Quartal 2024 vor.

Die gesammelten Aluminium-Schrotte werden nach höchsten technologischen Standards zur Wiederverwertung aufbereitet. Anschließend gehen die sortenreinen Aluminiumschrotte an deutsche oder europäische Gießereien, die daraus erneut Pressbolzen herstellen. Moderne Strangpresswerke produzieren damit hochwertige Profile, die von den Systemanbietern wieder an Metallbaubetriebe geliefert werden. Sie liefern neue, maßgefertigte Fenster, Türen und Fassaden.

Zu Ihren Mitgliedern gehören unter anderem über 100 Metallbauer. Welchen Vorteil haben speziell diese Unternehmen von einer Mitgliedschaft?

Der Metallbau ist eines der wichtigsten Gewerke am Bau und tragt maßgeblich zu Innovationen in der modernen Gebäudetechnik bei. Fenster und Fassaden sind wesentliche Faktoren bei der Energieeinsparung und -Gewinnung.

Mit der AUF-Mitgliedschaft fördern Metallbau-Unternehmen nachhaltig die Entsorgung und Aufbereitung ausgebauter Bauelemente/Bauprofile von Fenstern, Türen und Fassaden aus Aluminium. Sie sind damit Teil eines optimierten Recyclingprozesses und können diesen für Fenster, Türen und Fassaden in nachhaltigen Gebäuden mit anbieten. Alle unsere Mitglieder werden jährlich überprüft und erhalten ein Zertifikat, das bestätigt, dass sie sich für diesen Wertstoffkreislauf und Nachhaltigkeit einsetzen.

Zudem ist die Mitgliedschaft bei AUF ist ein „Qualitätsmerkmal“, da Nachhaltigkeit auch für Metallbau-Unternehmen ein wichtiges Instrument ist, um sich von Wettbewerbern unterscheiden. Ich weiß, dass sich viele Handwerksbetriebe umfangreich für Natur- und Klimaschutz engagieren. Das Engagement für den Wertstoffkreislauf bei Aluminium ist nur ein kleiner Schritt, um die Erwartungen von Markt und Kunden sichtbar zu machen. Die steigende Zahl unserer Mitgliedsbetriebe zeigt, dass diese Vorteile anerkannt werden.

Ressourcenschonung: Fenster und Türen passen zur Kreislaufwirtschaft!

Frankfurt/M. Schönes Wohnen schafft Komfort, doch verbraucht häufig noch viel Rohstoff. Dass Umweltschutz und Ressourcenschonung am Bau Hand in Hand gehen können, zeigt die Fenster- und Fassaden-Branche mit der Nutzung nachhaltig gewonnener Wertstoffe. Wie der Kreislauf funktioniert, erklärt der Verband Fenster + Fassade (VFF)

Wer ein Haus baut, sein Heim saniert oder renoviert, braucht naturgemäß eine ganze Menge Material. Das weiß man aus Erfahrung und zeigt die Statistik: Pro Kopf und Jahr verbraucht jeder Bundesbürger laut EU-Berechnungen im Schnitt knapp 15 Tonnen Rohstoffe, wovon rund ein Viertel auf das Wohnen entfällt. „Ressourcen zu nutzen. gehört zum Leben wie das Essen und Trinken. Doch sollte die Nutzung möglichst umweltfreundlich erfolgen”, erklärt VFF-Geschäftsführer Frank Lange. „In der Fenster- und Fassadenbranche setzen wir dies bereits um, so durch bewährtes Recycling.”

Der Schlüssel für material- und ressourcenschonendes Leben liegt in nachhaltigem Wirtschaften, das sich an der Kreislaufwirtschaft orientiert. Fenster aus Holz mit dem FSC- oder PEFC-Siegel bringen Profile aus dem wichtigsten nachwachsenden Rohstoff mit, den auch Deutschland zu bieten hat. In nachhaltig bewirtschaften Wäldern gelten die Regeln, dass höchstens so viel Holz geerntet wird, wie im Wald auch wieder nachwächst. Auch mit den beiden anderen Profilmaterialien Kunststoff und Aluminium sowie mit Kombinationen aus den drei gängigen Materialien sind Verbraucher auf der sicheren Seite. Denn Branchen-Initiativen sorgen für umweltfreundliches Recycling der Wertstoffe.

Kunststofffenster Recycling-Initiative „Rewindo“

Schon seit mehr als zwanzig Jahren werden Kunststofffenster nicht mehr entsorgt, son-dern als Wertstoff recycelt. Hierfür werden die komplett erfassten Altfenster, Rollläden und Türen in Recyclingwerken nahezu vollautomatisch in die einzelnen Materialien getrennt: PVC, Glas, Dichtungsstoffe, Stahlarmierungen, Griffe und andere Teile. Das PVC wird zerkleinert, gereinigt und regranuliert und steht dann als wiedergewonnener Rohstoff, so genanntes Rezyklat, erneut zur Herstellung neuer Fensterprofile zur Verfügung. Das PVC aus den Fensterrahmen kann mindestens sieben Mal wiederverwendet werden. Die Recyclingquote liegt heute bei fast 90 Prozent. „Aus dem aufbereiteten PVC ausgebauter Fensterrahmen wird im Zuge der Aufbereitung und Wiederverwertung sortenreines PVC- Granulat gewonnen”, erläutert Fensterexperte Lange.

Aluminiumfenster Recycling-Initiative „A/U/F

Besonders hoch ist die Recyclingquote im Aluminiumbereich, wo circa 98 Prozent des Materials seit 30 Jahren über die Recycling-Initiative A/U/F dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden. Auch bei diesen Fensterprofilen werden die verschiedenen Materialien sau- ber getrennt. Zertifizierte Betriebe bereiten das gewonnene Aluminium fachgerecht auf. In Schreddern werden die Bauteile zerkleinert, von Lacken und Fremdmaterialien befreit. Das Aluminium wird nach Legierungen sortiert, zu Pressbolzen gegossen, woraus wieder neue Profile hergestellt werden, mit denen Metallbauer neue Fenster herstellen, seien es reine Aluminium-Rahmen oder auch Holz-Alu oder Kunststoff-Alu-Kombis.

Stadt und Land als Schatzkammer

Die heutigen Bauten in Stadt und Land mit ihren häufig erneuerungswürdigen Fenstern sind Schatzkammern für unseren Wertstoffbedarf. „In der Fensterbranche haben wir sehr gute Kooperationen aufgebaut, um diesen Schatz zu heben. Allerdings muss die Sanierungsrate, also der Anteil der technisch und energetisch zu modernisierenden Häuser, in Deutschland erheblich steigen, um den Wärmebedarf deutlich zu mindern und den Klimaschutz zu verbessern”, resümiert VFF-Geschäftsführer Lange. Mit höherem Sanierungstempo würde auch die Menge an Recycling-Wertstoffen größer. „Und die wird angesichts der endlichen Ressourcen und steigenden Kosten für Primärrohstoffe auch dringend gebraucht”, stellt Lange fest.

Der 14. Glaskongress 2024 vom Bundesverband Flachglas und der Gütegemeinschaft Flachglas: nachhaltige und zukunftsweisende Entwicklung der Flachglasbranche

Auch in diesem Jahr findet wieder das jährliche Branchentreffen für die Flachglasindustrie vom 17. – 18. April 2024 in der Musik- und Kongresshalle »MuK« in Lübeck statt. Die Veranstaltung fördert nicht nur den gemeinsamen Austausch, sondern nimmt auch Bezug zu den aktuellen Themen und Entwicklungen der Branche.

Branchentreff im Zeichen aktueller Entwicklungen

Trotz der Abschwächung in der Baubranche gibt es auch viele positive Trends. So steigt die Bedeutung der Gebäudesanierung für die Energiewende weiter. Aber auch das Thema Nachhaltigkeit nimmt eine immer größere Bedeutung ein. Jochen Grönegräs, Hauptgeschäftsführer vom Bundesverband Flachglas findet: „Die Herausforderungen, aber auch die Möglichkeiten in der Branche, waren nie so groß wie jetzt“.

 Top-Fachleute zu Trends und Themen

An den zwei Tagen werden führende Experten zentrale Trends und Themen beleuchten. Zu den Referenten gehören unter anderem Prof. Dr. Philipp Hacker, Professor für Recht und Ethik und führender Experte zu Techregulierung. In seinem Vortrag geht er auf die digitalen Technologien, insbesondere der Künstlichen Intelligenz, ein. Weiter referiert Matthias Schuler, Geschäftsführer/Gesellschafter Transsolar Energietechnik GmbH zu dem Thema „Nachhaltigkeit ist mehr als Energiesparen“. Gustav Düsing, Architekt Fassadenprojekte, nimmt Bezug zu „Raummarkierungen“ und Prof. Lucio Blandini, von der Werner Sobek AG, beleuchtet das Thema „Die Zukunft des nachhaltigen Bauens: leicht, adaptiv, kreislaufgerecht“.

Speed-Dating und Barkassenfahrt

Neben den Mitgliederversammlungen der beiden Organisationen und dem Fachprogramm findet, nach dem großen Erfolg vom Vorjahr, wieder das Business-Speed-Dating mit den Teilnehmenden statt. Auch die Sponsoren der Veranstaltung bekommen Gelegenheit, sich vorzustellen. Und natürlich gibt es an den beiden Abenden wieder die Möglichkeit zum Austausch bei gutem Essen sowie einer Barkassenfahrt auf der Trave.

Hier können Sie sich anmelden

Der jährlich stattfindende Glaskongress ist aus der Flachglasbranche nicht mehr wegzudenken. Treffen Sie Isolierglashersteller, Glasveredler und Glasgroßhändler sowie die Fördermitglieder des Bundesverbandes, meist Lieferanten oder Dienstleister der Flachglasindustrie, zum gemeinsamen Austausch. Den Anmeldelink sowie das ausführliche Programm finden Sie hier https://www.glaskongress.de/

Berliner Tag der Kreislaufwirtschaft 2024

Am 12.03.2024 steht die Kreislaufwirtschaft von 9 bis 17 Uhr im Rahmen des Berliner Tags der Kreislaufwirtschaft als Hybrid-Tagung an der ESV-Akademie im Rampenlicht. Hochkarätige Referenten beleuchten die unterschiedlichen Facetten der Kreislaufwirtschaft und die daraus resultierenden anwendungsrelevanten Aspekte. Die Anmeldung ist bis zum 26. Februar 2024 zum Frühbucherpreis möglich.

Weitere Information zur Tagung und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.

Tagung „Fassade im Stoffkreislauf“ in Augsburg

Die Hochschule Augsburg lädt am 22. Februar 2024 zur Tagung Fassade 24 „Fassade im Stoffkreislauf“ ein. Die Tagung thematisiert die Möglichkeiten und Grenzen des zirkulären Wirtschaftens in Fassadenbau und -planung. Die Referenten präsentieren Beiträge zu Lifecycle-Assessment, Recycling von Materialien, Wiederverwendung von Bauteilen, die dabei zu berücksichtigenden rechtlichen Aspekte und den Stand der Forschung ebenso wie die praktische Umsetzung an realisierten Beispielen.

Weitere Information zur Tagung Fassade 24 und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.

Film zum Architektentag 2023 in Frankfurt am Main

Wie lassen sich Bestandsfassaden energetisch und funktional ertüchtigen? Welche Anforderungen stellen sich bei der Umnutzung bestehender Gebäude? Wie macht man Fassaden fit für Klimaerwärmung und künftiges Extremwetter? Und wie einfach können die Fassaden der Zukunft angesichts ständig steigender Anforderungen sein?

Diese Fragen standen beim Architektentag „Effizient, resilient, nachhaltig – die Gebäudehülle von morgen“ am 26. Oktober im Mittelpunkt. Konzipiert wurde die Veranstaltung von A|U|F, dem BF Bundesverband Flachglas, dem ift Rosenheim, Rewindo und dem VFF Verband Fenster + Fassade gemeinsam mit Detail.

Vier spannende Vorträge zeigten an beispielhaften Projekten, wie ressourcenschonende und kreislauforientierte Fassadenplanung gelingt. In der anschließenden Podiumsdiskussion wurden die Rahmenbedingungen beleuchtet, die es für zukunftsweisende Neu- und Umbauprojekte braucht.

In einem kurzen Film werden einige der Highlights der Veranstaltung gezeigt.