Warum Aluminium, Kupfer und Nickel so teuer sind
Ob Smartphone, Windrad oder Elektroauto: Ohne Industriemetalle gäbe es viele Produkte und Technologien nicht. Aktuell steigen die Preise. Was steckt dahinter?
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AIUIF e.V. – Aluminium und Umwelt im Fenster- und Fassadenbau auf der Messe Fensterbau Frontale in Nürnberg
Frankfurt, 21. Januar 2026 – In diesem Jahr präsentiert sich die Recycling-Initiative AIUIF auch auf der Messe Fensterbau Frontale (24. – 27. März 2026) in Nürnberg. Als Mitaussteller auf dem Gemeinschaftsstand des Verbandes Fenster und Fassade (VFF) und Bundesverband Flachglas (BF) steht der Meinungsaustausch mit Partnern und Metall- und Fassadenbauern im Vordergrund. „Die Teilnahme an der Messe ist für uns eine gute Möglichkeit, mit Metallbau-Unternehmern, Zulieferfirmen und Praktikern ins Gespräch zu kommen, und über den Wertstoffkreislauf bei AIUIF zu informieren. Unser Ziel ist es, praxisnahe Lösungen rund um Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft im Bauwesen vorzustellen und zu diskutieren“, sagt der Vorstandsvorsitzende Thomas Lauritzen.
Netzwerk für die Zukunft
Der A|U|F organisiert seit über 30 Jahren einen geschlossenen Wertstoffkreislauf für Aluminium im Bauwesen. Ziel ist es, gebrauchte Bauprodukte aus Aluminium zurückzugewinnen, im Kreislauf zu halten und die Einhaltung der Anforderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes nachzuweisen. Mittlerweile hat der Verein ein bundesweites Netz aus über 250 Mitgliedern und 17 Sammelpartnern aufgebaut. Gemeinsam werden jährlich zehntausende Tonnen Altaluminium erfasst, aufbereitet und dokumentiert. Im Jahr 2024 gelangten über den A|U|F rund 75.000 Tonnen Aluminium zurück in den Stoffkreislauf – etwa 65 Prozent davon Post-Consumer-Schrotte aus Rückbau-, Entkernungs- und Demontageprojekten. Dadurch wurden ca. 400.000 to CO2 eingespart.
Mitglieder des AIUIF haben eindeutige Vorteile: unter anderem bestätigt ein jährlich aktualisiertes Zertifikat den verantwortungsvollen Umgang mit dem Wertstoff Aluminium. „Unser Werkstoff kann ausgezeichnet wiederverwertet werden und die Bedeutung von Recyclingmaterial steigt. Ziel unserer Initiative ist es, das Material in einem geschlossenen Stoffkreislauf zu halten und das auch zu dokumentieren. In Ausschreibungen und Vergaberichtlinien wird das Recycling der verbauten Fenster- und Fassaden bereits vorgeschrieben“, so Thomas Lauritzen.
Halle 7A, Stand 7A-524
Die Recycling-Initiative AIUIF ist auf der Fensterbau Frontale Mitaussteller auf dem Gemeinschaftsstand des Verbandes Fenster und Fassade (VFF) und Bundesverband Flachglas (BF).
Foto: AIUIF
Nachhaltige Technik für Gebäudehüllen
Frankfurt, 21. Januar 2026 – Anfang Dezember 2025 feierte die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach ihre Absolventinnen und Absolventen. In diesem Rahmen wurde zum zweiten Mal der mit 5.000 Euro dotierte Nachhaltigkeitspreis „Konstruktiver Aluminiumbau“ des A|U|F e. V. verliehen. Die Recycling-Initiative fördert damit gezielt das Interesse und die Kompetenzen angehender Bauingenieure bei der Planung nachhaltiger Fassadenprojekte. Das Siegerteam bestand aus Lukas Firnigl, Lennart Heilig, Jonas Koch, Nicole Weller, Joshua Wernet und Dennis Winkelhofer. Überreicht wurde der Preis von Prof. Dr.-Ing. Isabelle Simons, Studiengangsleitung Bauingenieurwesen-Fassadentechnik der DHBW Mosbach, sowie dem A|U|F-Vorstandsvorsitzenden Thomas Lauritzen und dem Ehrenvorsitzenden Walter Lonsinger.
Recycling erlebbar machen
Der Nachhaltigkeitspreis „Konstruktiver Aluminiumbau“ wurde erstmals im Jahr 2024 vom A|U|F e.V. (Aluminium und Umwelt im Fenster- und Fassadenbau) ausgelobt und ist mit 5.000 Euro dotiert. Als Preisgeld gehen 3.000 Euro an die StudentInnen der erfolgreichen Gruppe. Für Exkursionen stehen 2.000 Euro zur Verfügung. „Diese Mittel machen es möglich, Recycling und Kreislaufwirtschaft erlebbar zu machen. Geplant sind Besuche auf den Projektbaustellen, bei Schrottverwertern und in Aluminiumrecycling-Werken“, betont Prof. Dr.-Ing. Isabelle Simons. „Solche Preise helfen uns dabei die Ausbildung besser zu gestalten und unsere Hochschule im Bildungsmarkt zu positionieren.“
„Mit der Auslobung des Nachhaltigkeitspreises unterstreicht A|U|F sein Engagement für die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte“, erläutert Thomas Lauritzen die A|U|F-Zielsetzung. Die Auszeichnung würdige kreative Ansätze, die die Zukunft des nachhaltigen Bauens neu definiere. Die Recycling-Initiative engagiert sich seit über drei Jahrzehnten für einen geschlossenen Wertstoffkreislauf für Aluminium aus Bauanwendungen. Aluminium sei ein nachhaltiger Werkstoff, der einen festen Platz in der Zukunft der Bauwirtschaft habe, so Lauritzen weiter. Deshalb ist für ihn die gute Ausbildung und Information der Studierenden ein vorrangiges Anliegen. „Die jungen Fassadenspezialisten werden neue Wege finden, um Bau- und Sanierungsaufgaben zu lösen.“
Kriterien für die Preisvergabe
Folgende Kriterien waren relevant für die Vergabe des Nachhaltigkeitspreises 2025 „Konstruktiver Aluminiumbau“:
Foto von der Preisverleihung 2025
BU: Professorin Isabelle Simons (r.), Thomas Lauritzen (2.v.r.) und Walter Lonsinger übergaben den Nachhaltigkeitspreis „Konstruktiver Aluminiumbau 2025“ an die Preisträgerinnen und Preisträger.
(Foto: Fotoatelier Mosbach)
A|U|F – Partner im geschlossenen
Aluminiumkreislauf
Frankfurt am Main, Januar 2026 – Aluminium aus dem Baubereich ist ein zentraler Baustein für eine nachhaltige Bauwirtschaft und gewinnt angesichts steigender Klimaschutzanforderungen, wachsender Sanierungsaktivitäten und zunehmender Rohstoffknappheit weiter an Bedeutung. Als nahezu verlustfrei und energieeffizient recycelbarer Werkstoff eignet sich Aluminium in besonderer Weise für geschlossene Wertstoffkreisläufe. Die Recyclinginitiative A|U|F e. V. (Aluminium und Umwelt im Fenster- und Fassadenbau) engagiert sich seit über 30 Jahren dafür, Aluminium aus Bauanwendungen dauerhaft im Kreislauf zu führen – mit messbaren ökologischen und ökonomischen Effekten.
Insgesamt fallen im deutschen Hochbau jährlich etwa 130.000 Tonnen Aluminiumschrott an – ein enormes Potenzial für Klimaschutz, Ressourceneffizienz und eine resilientere Rohstoffversorgung. Bereits heute wird mehr als die Hälfte der in Deutschland anfallenden Aluminiumschrotte aus dem Hochbaubereich über den A|U|F erfasst und besonders nachhaltig recycelt. Unterstützt wird die Initiative von Rückbauunternehmen, Metallbauern, industriellen Systemhäusern, Architekturbüros sowie zertifizierten Umwelt- und Recyclingpartnern. Mittlerweile hat der Verein ein bundesweites Netz aus über 250 Mitgliedern und 17 Sammelpartnern aufgebaut. Darüber werden Alt-Aluminium aus dem Gebäuderückbau (Post-Consumer) und Fertigungsreste (Pre-Consumer) erfasst, aufbereitet und dem Kreislauf dokumentiert zugeführt. Im Jahr 2024 gelangten über den A|U|F rund 75.000 Tonnen Aluminium zurück in den Stoffkreislauf – etwa 65 Prozent davon Post-Consumer-Schrotte aus Rückbau-, Entkernungs- und Demontageprojekten. Dadurch wurden ca. 400.000 to CO2 eingespart.
Revitalisierung wird zum Zukunftsmarkt
Mit dem steigenden Fokus auf Sanierung und Revitalisierung von Bestandsgebäuden rückt die Bewertung von Baustoffen unter Nachhaltigkeitsaspekten zunehmend in den Mittelpunkt. Für Architektinnen und Architekten, Bauherren und Kommunen gewinnen Kriterien wie Ressourceneffizienz, Rückbaubarkeit und Wiederverwendbarkeit stetig an Bedeutung. Öffentliche Ausschreibungen und Investoren fordern immer häufiger konkrete Nachweise zur Kreislaufwirtschaft.
Aluminium bietet hierfür überzeugende Argumente: Der Werkstoff lässt sich ohne Qualitätsverluste und mit einem Bruchteil des Energieaufwands gegenüber der Primärerzeugung nahezu unbegrenzt wiederverwerten. Damit trägt Aluminiumrecycling nicht nur zur Reduzierung von CO₂-Emissionen bei, sondern schont zugleich natürliche Ressourcen und stärkt die industrielle Wertschöpfung in Europa.
Der Kreislauf beginnt bei der Planung
„Das Recycling beginnt nicht erst am Ende des Lebenszyklus, sondern bereits bei der Planung neuer Bauprojekte und beim Rückbau bestehender Gebäude“, erklärt Thomas Lauritzen, Vorstandsvorsitzender des A|U|F. „Unsere Städte sind die Rohstofflager der Zukunft. Im Sinne des Klima- und Ressourcenschutzes gilt es, diesen Schatz systematisch zu heben.“
Architektinnen und Architekten nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Durch Materialwahl, konstruktive Ausführung und die Vorgaben in Ausschreibungen entscheiden sie maßgeblich darüber, ob Fenster, Türen und Fassaden später sortenrein demontiert und hochwertig recycelt werden können. Werden Recycling und Rückbaubarkeit verbindlich in Vergabeunterlagen festgeschrieben, entsteht die Grundlage für eine nachhaltige Revitalisierung der Gebäudesubstanz. Gleichzeitig eröffnen sich für Planer neue Leistungsfelder rund um zirkuläres Bauen.
Der A|U|F unterstützt diese Entwicklung unter anderem mit praxisnahen Ausschreibungstexten, Informationsmaterialien und individueller Beratung. Ziel ist es, den geschlossenen Wertstoffkreislauf im Bauwesen weiter zu stärken und den Anteil von Sekundäraluminium in neuen Bauprodukten kontinuierlich zu erhöhen.
Moderne Technik für hochwertige Recyclate
Die gesammelten Aluminiumschrotte werden in zertifizierten Betrieben nach höchsten technologischen Standards aufbereitet. Nach dem Zerkleinern werden Lacke und Fremdmaterialien entfernt und die Materialien mithilfe moderner Sortier- und Laser-Technologien analysiert und getrennt. So entstehen sortenreine Aluminiumqualitäten, die an deutsche und europäische Gießereien geliefert werden. Dort werden sie zu neuen Pressbolzen verarbeitet, aus denen Strangpressunternehmen hochwertige Profile herstellen. Diese fließen wiederum in die Produktion neuer Fenster-, Tür- und Fassadensysteme ein – ein geschlossener Kreislauf ohne Qualitätsverluste.
Recycling als Beitrag zur Rohstoffsicherung
Die aktuelle Rohstoffsituation bekräftigt das A|U|F-Engagement zusätzlich: In den nächsten Jahren ist mit einer massiv ansteigenden Nachfrage nach Aluminiumschrotten zu rechnen. Die Rücklauf- und Sammelquoten werden zudem steigen, davon gehen Fachleute aus. In einer neuen Ära globaler Zölle werden die Lieferketten aber immer volatiler. Aktuell drohen dramatische Folgen wegen der neu in Kraft getretenen US-Zölle auf Aluminium. Während Primäraluminium und aluminiumintensive Produkte mit hohen Zöllen von 50% belegt werden, liegen die Zölle für Aluminiumschrotte bei moderaten 15%. Das kann fatale Folgen für den europäischen Markt haben: US-Unternehmen kaufen Schrotte zu Höchstpreisen an, was zu einer zunehmenden Verknappung in Deutschland und Europa führen kann. „Deshalb versuchen wir zusammen mit unseren Mitgliedern aktiv, die am Weltmarkt stark nachgefragten Knetlegierungen für den Baubereich in Deutschland und Europa zu sichern“, so Thomas Lauritzen. „Gebrauchtes Aluminium ist eine wertvolle Rohstoffquelle zur Metallversorgung der verarbeitenden Betriebe, gerade in einem rohstoffarmen Land wie Deutschland,“ betont Thomas Lauritzen, der sich in vielen Gremien für die Ziele der A|U|F engagiert. Seine Erfahrung: Viele Entscheider sind keineswegs ausreichend über die spezifischen Vorteile dieses Wertstoffes informiert. Deshalb ist er auf vielen Branchenveranstaltungen und Messen präsent, um über die Ziele der A|U|F und die Möglichkeiten des Werkstoff Aluminiums zu informieren.
Herausforderungen und Zukunftsthemen
Trotz der hohen Effizienz des bestehenden Recyclingsystems bestehen weiterhin Herausforderungen. Komplexe Materialverbunde, eine große Vielfalt an Legierungen sowie nicht recyclinggerecht konstruierte Produkte erschweren die Rückgewinnung sortenreiner Materialien. Zentrale Handlungsfelder sind daher Design for Recycling, die Standardisierung von Legierungen sowie weitere technologische Innovationen in der Sortierung und Aufbereitung. „Unser Ziel ist es, die Klimaverträglichkeit von Bauprodukten weiter zu verbessern und die Energie- und CO₂-Bilanz im Hochbau nachhaltig zu senken“, so Lauritzen abschließend. „Seit über drei Jahrzehnten zeigt der A|U|F, dass Kreislaufwirtschaft mit Aluminium funktioniert – und wir werden diesen Weg mit Nachdruck weiterverfolgen.“
AIUIF e. V.
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T: +49(0)69 / 9550540
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info@a-u-f.com
Weitere Informationen rund um das Thema Aluminium-Recycling: https://a-u-f.com
Mit speira.ID führt Speira, eines der führenden europäischen Aluminiumwalz- und Recylingunternehmen einen digitalen Produktpass ein, der erstmals alle relevanten Daten zu jedem einzelnen Aluminiumcoil verfügbar macht. Das Angebot setzt neue Maßstäbe für Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit in der Aluminiumindustrie.
Urban Mining entwickelt sich zur Schlüsselstrategie für nachhaltiges Bauen. Durch selektiven Rückbau, sortenreine Trennung und innovative Recyclingprozesse können Bauingenieur*innen Ressourcen schonen, CO2 reduzieren – und ganze Gebäude als Rohstoffquelle nutzen.
Die Trimet Aluminium SE arbeitet an der Weiterentwicklung der bewährten Druckgusslegierung trimal-38. Der Werkstoffspezialist will die Legierung künftig mit einem hohen Anteil an Recyclingaluminium bereitstellen.
Die weltweite Primäraluminiumproduktion hat in den ersten zehn Monaten 2025 erneut zugelegt und steuert auf einen neuen Rekordwert zu. Treiber bleibt vor allem China, das Produktionsrückgänge in anderen Regionen mehr als ausgleichen konnte. Gleichzeitig sorgen eine schwache Konjunktur in Europa und Nordamerika, volatile Lagerbewegungen sowie handelspolitische Unsicherheiten für Zurückhaltung an den Märkten.