Auch Aluminium wird knapper
Die Aktienmärkte bleiben im Bann des Iran-Krieges. Mit iranischen Angriffen auf wichtige Aluminiumproduzenten ist nun auch das Leichtmetall in den Fokus gerückt.
Die Aktienmärkte bleiben im Bann des Iran-Krieges. Mit iranischen Angriffen auf wichtige Aluminiumproduzenten ist nun auch das Leichtmetall in den Fokus gerückt.
Wegen der hohen Zölle sind die Verbraucherpreise in den USA zuletzt gestiegen. Bei Stahl und Aluminium könnte US-Präsident Trump laut einem Bericht darum einlenken und die Strafzölle senken.
Nach Angaben der IKB Deutsche Industriebank AG belief sich die globale Produktion von Primäraluminium im Jahr 2025 auf 73,8 Mio. Tonnen und lag damit um 1,4 % unter dem Vorjahresniveau. Regional zeigten sich dabei unterschiedliche Entwicklungen: In Südamerika und China wurde die Aluminiumproduktion jeweils um 1,9 % ausgeweitet. Den stärksten Produktionszuwachs verzeichnete Afrika mit einem Plus von 2,5 % gegenüber dem Vorjahr.
Ob Smartphone, Windrad oder Elektroauto: Ohne Industriemetalle gäbe es viele Produkte und Technologien nicht. Aktuell steigen die Preise. Was steckt dahinter?
Die weltweite Primäraluminiumproduktion hat in den ersten zehn Monaten 2025 erneut zugelegt und steuert auf einen neuen Rekordwert zu. Treiber bleibt vor allem China, das Produktionsrückgänge in anderen Regionen mehr als ausgleichen konnte. Gleichzeitig sorgen eine schwache Konjunktur in Europa und Nordamerika, volatile Lagerbewegungen sowie handelspolitische Unsicherheiten für Zurückhaltung an den Märkten.
Bis Ende August 2025 lag die Produktion von Primäraluminium mit 49 Millionen Tonnen um 1,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Dafür sorgte vornehmlich der für knapp 60 Prozent der Weltproduktion verantwortliche größte Primäraluminiumproduzent China mit einem Outputzuwachs von 2,3 Prozent.
Der Verband Deutscher Metallhändler und Recycler e. V. (VDM) und die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V. (BDSV) nehmen mit Verwunderung die jüngsten Aussagen von Rob van Gils, Geschäftsführer der HAI Hammerer Aluminium Industries und Präsident von Aluminium Deutschland, zur Diskussion um mögliche Exportverbote für recycelte Metalle zur Kenntnis:
„Während wir den Wunsch nach einer Stärkung des Industriestandorts Deutschland ausdrücklich teilen, halten wir derartige Forderungen für den falschen Weg – insbesondere in einer Zeit, in der die Auftragslage in Deutschland für viele Unternehmen der Recyclingbranche äußerst angespannt ist.“
„Die EU-Kommission lebt gerne in ihrer regelbasierten Welt, aber leider hält sich sonst niemand an diese Regeln“, sagt Rob van Gils, Präsident von Aluminium Deutschland. Seine Warnung ist deutlich: Ohne ein Exportverbot steht die Aluminiumbranche vor dem Aus.
European Aluminium drängt auf Exportabgaben für Aluminiumschrott. Besonders Verpackungen wie Dosen und Folien gelten als entscheidende Rohstoffquelle für die europäische Kreislaufwirtschaft.
In Deutschland wird Hydro CIRCAL seit sechs Jahren für das Systemgeschäft im Fenster- und Fassadenbau angeboten. Jetzt will Hydro seinen Kundenmarkt erweitern und das Material mit einem niedrigen CO₂-Fußabdruck auch der Automobilwirtschaft zur Verfügung stellen.