A|U|F on Tour bei Metallbau Windeck zeigt ökologische und wirtschaftliche Potenziale nachhaltigen Bauens

Kreislaufwirtschaft gehört ins
operative Tagesgeschäft


Kloster Lehnin, Oktober 2026 – Wie lassen sich Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in der Baupraxis konkret umsetzen und zugleich wirtschaftlich nutzen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die jüngste Veranstaltung der Reihe „A|U|F on Tour“ bei der Metallbau Windeck GmbH in Kloster Lehnin. Fachvorträge, Praxisbeispiele und eine Betriebsbesichtigung zeigten, welche Chancen nachhaltiges Wirtschaften für Metallbaubetriebe bietet und welche Bedeutung Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz für Neubau und Revitalisierung von Gebäuden haben.

Die Veranstaltung brachte Vertreter aus Metallbau, Architektur und Planung zusammen, um über konkrete Lösungsansätze und die Zukunft des Bauens zu diskutieren. Auf dem Programm standen vier Fachvorträge, die das Thema Nachhaltigkeit aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten.

Prof. Dr. Stefan Lackner von erentum consulting zeigte unter dem Titel „Von der Pflicht zur Kür: Nachhaltigkeit unternehmerisch nutzen“, wie Unternehmen Nachhaltigkeit als strategischen und wirtschaftlichen Erfolgsfaktor begreifen können. Sebastian Windeck, Geschäftsführer von Metallbau Windeck, erläuterte die Chancen der Kreislaufwirtschaft für Metallbaubetriebe. Thomas Lauritzen, Vorstandsvorsitzender des A|U|F e. V., stellte den Nutzen einer Mitgliedschaft in der Recyclinginitiative für Metallbauer, Architekten und Planer vor. Jürgen Einck von Drees & Sommer widmete sich der Revitalisierung von Gebäuden als Zukunftsmarkt für die Baubranche.

Bereits vor Beginn des Vortragsprogramms hatten die Teilnehmer Gelegenheit, den Betrieb von Metallbau Windeck zu besichtigen und Einblicke in die betriebliche Praxis zu gewinnen. Die Verbindung von fachlichen Impulsen und konkreten Beispielen machte deutlich, dass Kreislaufwirtschaft nicht nur ein ökologisches Anliegen ist, sondern auch wirtschaftliche Chancen eröffnet.

Nachhaltigkeit braucht den Dialog

Im Mittelpunkt der anschließenden Diskussion stand die Frage, warum Kreislaufwirtschaft für Investoren künftig eine immer wichtigere Rolle im Bauwesen spielen wird. Dabei wurde deutlich, dass nachhaltige Lösungen stärker in die täglichen betrieblichen Abläufe und in die Planung von Bauprojekten integriert werden müssen. Ebenso wichtig ist es, die positiven Botschaften und konkreten wirtschaftlichen wie ökologischen Vorteile nachhaltigen Bauens, wie sie beispielsweise in den Fachvorträgen aufgezeigt wurden, besser und intensiver an die relevanten Zielgruppen zu kommunizieren. Insbesondere Investoren und weitere Entscheidungsträger müssen stärker für die Potenziale der Kreislaufwirtschaft sensibilisiert werden. Thomas Lauritzen, Vorstandsvorsitzender des A|U|F e. V., betonte die Bedeutung des persönlichen Austauschs und der praktischen Umsetzung: „Nachhaltiges Bauen und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft entstehen nicht allein durch Vorgaben und gute Konzepte. Entscheidend ist, dass die Beteiligten miteinander ins Gespräch kommen, Erfahrungen austauschen und Lösungen in der Praxis umsetzen.“

Die Veranstaltung zeigte, wie wichtig es ist, ökologische Anforderungen mit wirtschaftlichen Überlegungen zu verbinden und die Potenziale der Kreislaufwirtschaft anhand konkreter Anwendungsbeispiele sichtbar zu machen. Der Dialog zwischen Metallbauunternehmen, Architekten und Planern schafft dafür eine wichtige Grundlage.

Den Abschluss bildete ein Get-together mit Imbiss und Gelegenheit zum persönlichen Austausch und Networking. Die Teilnehmer konnten die fachlichen Diskussionen vertiefen und neue Kontakte knüpfen.

Rund 30 Teilnehmer kamen bei A|U|F on Tour bei Metallbau Windeck in Kloster Lehnin zusammen, um sich über nachhaltiges Bauen, Kreislaufwirtschaft und wirtschaftliche Chancen für die Metallbaubranche auszutauschen.

(Foto: Metallbau Windeck)

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